Der Kampf mit der Hydra

Der Kampf mit der Hydra

Wenn sich Dei­ne inne­re Arbeit wie ein Kampf mit der Hydra anfühlt, wirkt in Dir ein unbe­wuss­tes Sche­ma, dem­zu­fol­ge Ganz-Sein das Schlimms­te ist, was Du füh­len kannst.

Das Selbst­hei­lungs-Hams­ter­rad ist ein Trug­bild, das einen Zweck erfüllt. Es hält Dich von der unbe­wusst für real gehal­te­nen Gefahr ab, Dich ganz zu füh­len. Das Hams­ter­rad hat nicht den Zweck, Dich in die Hei­lung zu füh­ren. Im Gegen­teil, nichts hält Dich zuver­läs­si­ger vom Zustand der Ganz­heit hab, als die Vor­stel­lung, etwas für Ganz­heit hei­len oder errei­chen zu müs­sen.

Es ist eine genia­le Schutz­stra­te­gie. Willst Du sie auf­de­cken? Dann stel­le Dir vor, dass Du in einer Situa­ti­on bist, in der gera­de Dein gro­ßes The­ma getrig­gert ist. Stel­le Dir vor, dass Du die übli­chen Gefüh­le und Gedan­ken bemerkst. Aber eines ist anders. Du fühlst Dich des­we­gen nicht mehr schlecht. Das Gefühl von “das muss ich end­lich ändern” oder “ich muss anders sein” ist kom­plett abwe­send. Du spürst Dei­nen Trig­ger, aber ohne dass Du ihn als Pro­blem emp­fin­dest.

Ver­voll­stän­di­ge nun die­sen Satz: “Wenn ich mich in die­ser Situa­ti­on ganz füh­len wür­de, dann…”

Las­se die Ant­wort von selbst kom­men. Mache meh­re­re Durch­gän­ge. Am Anfang kom­men viel­leicht nur posi­ti­ve Ant­wor­ten wie “dann wäre ich frei” usw. Mache trotz­dem wei­ter. Es dau­ert nicht lan­ge, und es kommt Unbe­ha­gen hoch, und das wah­re Übel beginnt, sich zu offen­ba­ren. Also das­je­ni­ge, wovor Dich das Gefühl, eine Bau­stel­le zu sein, bis­her beschützt hat.

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