Soham

Soham ist ein zeit­lo­ser Aus­druck aus der indi­schen Weis­heits­tra­di­ti­on, der mehr ist als ein Wort und mehr als ein Man­tra. Er bedeu­tet sinn­ge­mäß ICH BIN und weist auf die unmit­tel­ba­re Wahr­heit des Seins hin, auf die Ein­heit zwi­schen dem, was wir sind, und dem, was wir suchen. In die­sem ein­fa­chen Klang schwingt die Erin­ne­rung an das Eigent­li­che: an das stil­le, gren­zen­lo­se Bewusst­sein, das jen­seits von Gedan­ken, Rol­len und Geschich­ten immer schon gegen­wär­tig ist.

In der Tra­di­ti­on des Advai­ta Vedan­ta dient Soham als Ein­la­dung zur Selbst­er­kennt­nis. Es ist kein Kon­zept, das ver­stan­den wer­den muss, son­dern ein Hin­wei­sen, der in die direk­te Erfah­rung führt. Wer sich die­sem Klang öff­net, ent­deckt, dass das, was gesucht wird, nicht außer­halb liegt, son­dern als leben­di­ge Prä­senz im eige­nen Inne­ren erfahr­bar ist. Soham erin­nert dar­an, dass das Selbst nicht erreicht, son­dern erkannt wird.

Soham wird oft mit dem natür­li­chen Atem ver­bun­den, “So” mit dem Ein­at­men und “ham” mit dem Aus­at­men. Auf die­se Wei­se wird der Atem selbst zur stil­len Medi­ta­ti­on, die ohne Anstren­gung geschieht. In die­ser Ein­fach­heit liegt eine tie­fe Kraft. Das Leben selbst wird zum Leh­rer, jeder Atem­zug zur Erin­ne­rung an die Ein­heit von Bewusst­sein und Sein.

Wer sich mit Soham beschäf­tigt, wird ein­ge­la­den, still zu wer­den und zu lau­schen. Nicht um etwas Neu­es zu erwer­ben, son­dern um das zu erken­nen, was immer schon da ist. In die­ser stil­len Erkennt­nis öff­net sich ein Raum von Frie­den, Klar­heit und tie­fer Gebor­gen­heit, eine Erin­ne­rung an das wah­re Zuhau­se jen­seits aller Vor­stel­lun­gen.

Eine Auswahl von Inspirationen bei Soham

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