Der mentale Reisende und die inneren Zustände

Der mentale Reisende und die inneren Zustände

Nur geis­ti­ge Din­ge sind wirk­lich; was als kör­per­lich bezeich­net wird, des­sen Auf­ent­halts­ort kennt nie­mand: Es ist eine Täu­schung, und sei­ne Exis­tenz ist eine Fäl­schung.

Wo gibt es Exis­tenz außer­halb des Geis­tes oder des Den­kens? Wo gibt es sie, wenn nicht im Geist eines Nar­ren? Der Irr­tum ist geschaf­fen, die Wahr­heit ist ewig. Der Irr­tum oder die Schöp­fung wird ver­bren­nen, und dann, erst dann, wird sie so erschei­nen, wie sie ist: unend­lich und ewig.

Alle Din­ge exis­tie­ren in der mensch­li­chen Vor­stel­lungs­kraft, und jede natür­li­che Wir­kung, die in der sicht­ba­ren Welt erscheint, ist ledig­lich ein Schat­ten, der von einer ewi­gen, unsicht­ba­ren Ursa­che gewor­fen wird.

Du ver­wan­delst die Welt nicht, indem Du ihre äuße­re Form ver­än­derst, son­dern indem Du die Sicht­wei­se änderst, die Du in Dir selbst hegst.

Könn­te der Betrach­ter in sei­ner Vor­stel­lung in die­se Bil­der ein­tre­ten und sich ihnen auf dem feu­ri­gen Wagen sei­nes kon­tem­pla­ti­ven Den­kens nähern, dann wür­de er aus dem Grab auf­er­ste­hen, dann wür­de er dem Herrn in der Luft begeg­nen, und dann wäre er glück­lich.

Aus­zug aus A Visi­on of the Last Judgment / Let­ters

Gefun­den bei Wil­liam Bla­ke

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