
Jesus meinte nie Essensfasten
Verbringst Du Dein Leben oft damit, Schatten an den Wänden Deiner Wahrnehmung zu bekämpfen, und wunderst Dich, warum Du müde wirst. Es ist Zeit, die Illusion zu durchschauen, dass Deine äußeren Umstände die Ursache Deiner Gefühle sind. Die Welt da draußen ist keine unveränderliche Wahrheit, der Du ausgeliefert bist, sondern lediglich die zeitverzögerte Projektion dessen, worauf Du Dein inneres Bewusstsein ausrichtest.
Fasten ist kein körperlicher Verzicht auf Nahrung, um einen Gott milde zu stimmen. Die echte Paradoxie liegt darin, dass Du körperlich hungerst, während Du geistig ununterbrochen den Mangel wiederkäust. Wahres Fasten ist eine radikale mentale Diät. Du verweigerst Deiner Wahrnehmung schlichtweg die Nahrung für alte Ängste, Befunde und Rechnungen.
Hoffnung ist der größte Feind der Veränderung, weil sie die Erfüllung immer in die Zukunft verschiebt, “Hoffentlich wird es morgen besser”. Wenn Du auf morgen hoffst, bestätigst Du im Hier und Jetzt Deinen Mangel. Das bewusste ICH BIN lässt sich jedoch nur im aktuellen Augenblick betreten.
Ein Senfkorn zweifelt nicht an seiner Identität und bringt niemals eine Rose hervor. Dein blinder Fleck ist der ständige Identitätswechsel. Abends imaginierst Du die Freiheit, und morgens lässt Du Dich wieder vom ersten Blick aus dem Fenster entmachten.
Solange Du darauf wartest, dass der Berg im Außen verschwindet, um endlich an Deine innere Kraft zu glauben, spielst Du das Spiel falsch herum. Reagierst Du heute noch auf das, was ist, oder lebst Du bereits aus dem, was Du sein willst?
Gefunden bei Daniel Daddeh
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